Prostatakrebs Dammschnitt-Operation

Prostatakrebs Dammschnitt-Operation

Die Dammschnitt-Operation ist längst nicht so verbreitet wie der Bauchschnitt, obwohl sie für den Patienten in vielerlei Hinsicht für das Allgemeinbefinden schonender ist. In nur 10% der Fälle wird heute auf diese Weise operiert und es werden immer weniger [19]. Ein Grund für die Zurückhaltung bei dieser Methode ist die eingeschränkte Flexibilität bei Komplikationen.

Der Bauchschnitt bietet hier eine bessere Übersicht und die Möglichkeit, das Operationsgebiet gegebenenfalls auszuweiten. Manchmal erweist sich der Tumor nämlich doch größer als er nach den Voruntersuchungen anzunehmen wäre.

Andererseits ist wegen der geringen Anzahl dieser Operationen der Erfahrungsschatz der Urologen begrenzter – oder umgekehrt. Nicht viele Operateure haben sich darauf spezialisiert.

Die Dammschnitt-Operation ist weiterhin nur für ein frühes Stadium geeignet, bei dem das Karzinom noch in der Prostatakapsel sitzt. Das umliegende Gewebe darf auch nicht durch frühere Bestrahlungen vorgeschädigt sein, weil dann wegen der Zellzerstörung im Bindegewebe die Nähte schlechter halten und schwerer heilen. Ein Radiologe sagte bei dieser Thematik einmal zu mir: „Versuchen Sie mal, 2 faulende Apfelhälften miteinander zu vernähen!“

Ablauf: Durch einen bogenförmigen Schnitt zwischen Hodensack und After verschafft sich der Operateur Zugang zur Prostata. Wie beim Bauchschnitt wird die Prostata nach der Katheterfixierung unterhalb der Blase und vor dem äußeren Harnröhren-Schließmuskel abgetrennt und mitsamt den Samenbläschen total entfernt. Nun wird wieder die Harnröhre direkt mit der Harnblase vernäht und der Schnitt verschlossen.

Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber „Prostatakrebs“.