Prostatakrebs Hormonbehandlung

Prostatakrebs Hormonbehandlung

Testosteron ist das wertvollste Männerhormon. Sein Spiegel im Blut bestimmt darüber, ob wir uns wie ein kräftiger Jüngling oder wie ein alter Tattergreis fühlen.

Testosteron betrachtet man zurzeit aber auch, nach einer Theorie von 1941 (!), als für die Entstehung und das Wachstum des Prostatakarzinoms als maßgeblich verantwortlich.

Das Verhindern eines Kontaktes des Testosterons mit den Krebszellen soll das Krebswachstum weitgehend einschränken, eventuell sogar zum Stillstand bringen (Prostatakrebs Hormonbehandlung). Weil aber etwa 20% der Krebszellen nicht auf Testosteron-Entzug reagieren, ist die Wirkung nur zeitlich begrenzt, soll jedoch eine deutliche Lebensverlängerung bedeuten [43].

Neben der externen Bestrahlung und der HDR-Brachytherapie wird die Prostatakrebs Hormonbehandlung für spätere Krebsstadien als effektive Methode gesehen, auf die die meisten Patienten ansprechen sollen. Meist sollen damit ein Stillstand des Krebswachstums und eine Verbesserung der Beschwerden verbunden sein.

Die erheblichen, teilweise noch schlimmeren Nebenwirkungen und Belastungen als bei den anderen Therapien, werden den Patienten jedoch weitgehend verschwiegen oder sind den Ärzten nur ungenügend bekannt [52].

Die Nebenwirkungen der Hormonbehandlung führen bei einigen Anwendungswegen zur Verweiblichung des männlichen Körpers mit erheblichen physischen Belastungen, organischen Schädigungen und können auch schwere seelische Probleme verursachen.

Haupterscheinungsformen sind Hitzewellen sowie Libido- und Potenzverlust bis hin zu Veränderungen der Persönlichkeit. Als Spätfolge gelten Knochenschwund (Osteoporose), Herzinfarkt, Schlaganfall und viele altersbedingte Krankheiten, die sich sonst erst viel später eingestellt hätten.

Ob es tatsächlich primär das Testosteron ist, oder ob es sekundär eine Folge der Aromatase und damit das weibliche Hormon ist, was hier krebsauslösend und -fördernd wirkt, sei dahingestellt. Jedenfalls geht die folgende Therapiemethode ebenfalls von dieser Theorie aus. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber „Prostatakrebs“.