Peter F. Weitzel

Prostatakrebs Brachytherapie

Prostatakrebs Brachytherapie

Unter der Prostatakrebs Brachytherapie (Seeds-Implantation) versteht man die Einpflanzung von millimeter-kleinen strahlenden Körpern, den so genannten Seeds (= Samenkörner), die für immer in der Prostata verbleiben.

 

Bei der Brachytherapie werden meistens 50 bis 100 Seeds eingepflanzt, die vorwiegend radioaktives Jod-125 enthalten. Sie bilden um sich herum jeweils eine kugelförmige strahlendurchsetzte Zone von wenigen Millimetern Durchmesser, in deren Bereich alle Zellen, Gute wie Böse, vernichtet werden.

Nach etwa 180 Tagen sind die Seeds verbraucht und strahlen nicht mehr. Diese Methode wird wegen ihrer geringen Belastung, einfachen Ausführung und der relativ geringen Nebenwirkungsrate immer stärker nachgefragt. In den USA zählt die Prostatakrebs Brachytherapie inzwischen schon zu den Standardverfahren und überwiegt gegenüber der operativen Prostataentfernung.

Noch liegen seit der verbreiteten Einführung der Brachytherapie Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts keine verlässlichen Daten vor. Man geht aber von der Annahme der Gleichwertigkeit der Erfolgsquote mit der Operation aus und glaubt an eine große Zukunft dieser Methode [26].

Die Seed-Implantation läuft wie folgt ab: Nach einer bildgebenden Erfassung und genauer Vermessung wird ein 3D-Computerplan zur optimalen Platzierung und somit der Dosisverteilung erstellt.

Bei dem nun folgenden ambulanten Eingriff unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Schmerzblockade über das Rückenmark) werden mehrere Punktionsnadeln durch den Damm in genaue Positionen in die Prostata eingeschoben. Durch diese Sonden werden die vielen kleinen Seeds entsprechend des Computerplans und unter Ultraschallkontrolle genau platziert.

Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber „Prostatakrebs“.

Prostatakrebs