Prostatastanzbiopsie: Was passiert mit und in der Prostata?

Biopsie klingt einfach und die Durchführung ist es eigentlich auch. Die Punktionsnadel wird bei der Prostatastanzbiopsie durch die Darmwand in die Prostata geschossen. Dort und in der Darmwand hinterlässt sie 6 bis 12 infizierte Schusskanäle, die einen Durchmesser von 0,5 bis 1 mm haben. Und das bei einer Prostatagröße von einer Kastanie! Nur: Den Mastdarm kann man nicht desinfizieren. Massenweise Koli- und andere Bakterien werden bei der Biopsie in die Prostata geschossen.

Man muss sich das einmal vorstellen: Angenommen, ein Arzt würde eine Einstichstelle zur Blutentnahme vorher mit Kot einschmieren. Das würde zu einem weltweiten Skandal führen, seine Approbation wäre lebenslänglich weg und er würde gerichtlich und öffentlich schwer verurteilt werden. Was äußerlich als Verbrechen gilt, ist innerlich offenbar alltägliche ärztliche Praxis. Man sieht es ja nicht.

4 Tabletten eines starken Antibiotikums sollen jedenfalls einer Entzündung durch die Prostatastanzbiopsie vorbeugen.

Folgen und Nebenwirkungen einer Prostatastanzbiopsie

Bei mir ging es gut. Jedenfalls bekam ich kein Fieber und die anschließenden Schmerzen hielten sich in Grenzen, ganz entgegen den Erfahrungen von Leidensgefährten, die noch tagelang nach der Prostatastanzbiopsie hohes Fieber hatten und stark aus der Harnröhre bluteten.

Ein Krebsknoten von Stecknadelkopfgröße beinhaltet ca. 6 Millionen Krebszellen, einer von Erbsengröße bereits ca. 160 Millionen [50]! Bei durchschnittlich 9 Schusskanälen mit jeweils 1 mm Durchmesser und 10 mm Länge ergibt sich durch die Prostatastanzbiopsie eine verletzte Prostataoberfläche von 282,6 mm².

Eine Wunde von der Größe eines 10-Cent-Stückes! Wenn davon nur 5% in vorhandenes, ruhendes Krebsgewebe treffen sollten, so sind das immerhin noch 14,13 mm² verletztes, infiziertes, blutendes und Lymphe absonderndes Krebsgewebe. Offene Blut- und Lymphwege! Und da behaupten die Mediziner, das hätte keinerlei streuenden Effekt. Können wir das glauben und glauben das die Mediziner selbst?

„Ein Verschleppen von Tumorzellen durch die Biopsie ist durch die neuen dünnen Biopsienadeln und die Biopsietechnik nahezu ausgeschlossen.“ (Ebert, Thomas; Schmitz-Dräger, Bernd J.: Prostata. Diagnose und Therapie, Marburg 2000)

Na, prima. Da können wir wohl ganz beruhigt sein, weil es keine Risiken gibt? Und das bei einer offenen Krebswunde von der Größe eines 10-Cent-Stückes? Diesen Gauben möchte ich haben! Für mich ist das eher ein Beweis für die Verdummung der Patienten.

Meine Blutungen im Stuhl waren jedenfalls erst 2 Tage nach der Prostatastanzbiopsie nicht mehr erkennbar, das Blut im Harn war etwa nach 4 Tagen verschwunden. Sehr erschrocken war ich jedoch über mein Ejakulat, was nach 8 Tagen immer noch dickflüssig und dunkel-rostbraun verfärbt war.

Dies alles machte mich zum Gegner einer Biopsie bei der Prostata. Die meisten Ärzte werden entschieden anderer Meinung sein. Wer will schon sein mühsam im Studium erworbenes Wissen über den Haufen werfen oder auf eine gut bezahlte Leistung verzichten?

Lassen wir uns trotzdem auf eine Prostatastanzbiopsie ein, so sollten wir wenigstens mehr darüber wissen.

Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber „Prostatakrebs“.