Prostatakrebs PSA Wert

Prostatakrebs PSA Wert A und O für uns Männer ist der so genannte Prostatakrebs PSA-Wert (PSA = Prostataspezifisches Antigen, was sich im Blut nachweisen lässt). Der einzige Vorteil also, den der Krebs mitbringt: Er ist schon im Anfangsstadium im Blut mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisbar. Gemessen wird in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml = 0,000 000 001 g/ 0,001 l). Schon eine erstaunliche Laborleistung!


Beim jungen gesunden Mann ist dieser Wert gleich Null. Mit steigendem Lebensalter ist er bei fast allen Männern nachzuweisen. Dabei setzen die Mediziner die Grenzen für eine Therapie (meist Operation) immer tiefer.

Vor zehn Jahren etwa galt noch für die Diagnose Prostatakrebs PSA Wert 15 als Schwellenwert. Ich wurde bei 9,1 als operationspflichtig eingestuft. Zur Operation, zwei Monate später und trotz konsequenter biologischer Krebsbekämpfung, war er dann schon auf 10.

In der Klinik traf ich aber auch Männer, die schon beim PSA-Wert 6 operiert wurden. Gelesen habe ich sogar schon über Wert 2 als kritischen Wert. 1998 wird in der Zeitschrift "Urologie" von Alken/Walz ein Wert größer als 5 als Normwert angegeben.

Zur Anschlussheilbehandlung lernte ich aber auch Leidensgefährten mit Wert 250 und noch höher kennen, allerdings nach diversen Chemotherapien. Außer einer gewissen Blässe war ihnen das aber kaum anzusehen.

Zurzeit scheint Wert 4 derjenige Wert zu sein, auf den sich die Urologen einpendeln. Endgültig scheint sich aber ein altersspezifischer Grenzwert von schon 2,5 ng/ml bis zum 50. Lebensjahr, 3,5 ng/ml bis zum 60. Lebensjahr, 4,5 ng/ml bis zum 70. Lebensjahr und 6,5 ng/ml bis zum 80. Lebensjahr allmählich durchzusetzen.

Das erscheint mir nun allerdings etwas übertrieben, denn es würde bedeuten, dass praktisch jeder Mann zum Prostatapatienten erklärt wird. Neben der ärztlichen Sorge um eine rechtzeitige Behandlung sind hier vor allem kommerzielle Interessen nicht zu übersehen. Mehr dazu lesen Sie in "Prostatakrebs erkennen, besiegen und potent bleiben".